Kontakt
Haben Sie Fragen?02195 684941
KüchenTreff
Löhrer & Klaus
Google Maps

Weihnachtstraditionen

Was kommt weltweit auf den Tisch?

Weihnachtstraditionen

Heiligabend in Deutschland: Während ein Teil der Deutschen den klassischen Kartoffelsalat mit Würstchen unter dem Tannenbaum verschlingt, sitzt der andere Teil an der schick angerichteten Festtagstafel und der Vater schneidet den Braten an. Wenn wir Deutschen schon so unterschiedlich feiern, wie feiern dann z.B. die Schweden, die Russen oder die Mexikaner? Was wird dort gegessen? Ein Festmahl oder ein schnell zubereitetes Traditionsgericht? Heute, am ersten Weihnachtsfeiertag, zeigen wir Euch die spannenden Traditionen unserer nahen oder entfernten Nachbarn. Los geht‘s:


God jul! – Schweden

Die Schweden freuen sich jedes Jahr besonders auf Weihnachten und läuten deshalb die Weihnachts-Saison schon im Oktober ein. Ab dann gibt es bereits den „Pepparkakor“, den Lebkuchen, in den Geschäften zu kaufen und es wird festlich dekoriert. Der Höhepunkt des Festes ist wie bei uns der Heilige Abend am 24. Dezember, dann kommt der „Jultomte“, der Weihnachtszwerg. Am „Julbord“, der gedeckten Weihnachtstafel, wird eine Art Buffet angerichtet. Klassische Köstlichkeiten sind hier neben Brot mit Aufschnitt, wie Käse und Wurst, auch Fisch und Köttbullar. Das Gleiche essen die Schweden übrigens besonders gerne an allen großen Feiertagen, auch an Mittsommer.


Joyeux noël – Frankreich

Unsere direkten Nachbarn feiern eigentlich Weihnachten sehr ähnlich wie wir, jedoch nur am 24. und 25. Dezember. Der typische deutsche 2. Feiertag ist im Rest der Welt kaum verbreitet, auch wenn er für uns selbstverständlich ist. An „le réveillon de Noël“ dem Heiligen Abend, steht traditionell eine Krippe, die „a crèche de noël“ unter dem festlich geschmückten Baum. Anders als in Deutschland finden die Kinder jedoch ihre Weihnachtsgeschenke erst am 25. neben der Krippe unter dem Baum vor. Am Heiligen Abend jedoch wird dafür um so köstlicher geschlemmt. Natürlich beginnt man mit einem leckeren Champagner und Canapés, isst dann etwas Fisch in Form von Austern oder Muscheln, um dann den Hauptgang, bestehend aus Wild oder gefülltem Truthahn, zu genießen. Natürlich darf ein Dessert nicht fehlen. Hier kommt das klassische „bûche de Noël“, eine schokoladige Biskuitrolle in der Optik eines Baumstammes, oder Köstlichkeiten aus der Patisserie auf den Tisch. Für alle, die es nicht so süß mögen, wird eine Käseplatte serviert, natürlich mit passendem Wein. Dem aber nicht genug: Am 25. geht es erst richtig los mit einem Vier- bis Fünf-Gänge Menü. Die Franzosen lassen es sich also ein Weihnachten so richtig gut gehen.


Merry Christmas – USA

Obwohl die USA so weit entfernt sind, sind uns dank vieler Spielfilme die Traditionen der Amerikaner sehr wohl bekannt. Auch hier gibt es die Geschenke erst am 25. unter dem Baum. Im Schlafanzug packen die Kinder begeistert ihre Überraschungen aus, die Santa Claus über den Kamin gebracht hat. Das Haus ist prächtig geschmückt, von außen wie von innen. Am Heiligen Abend geht man in die Kirche oder verbringt ihn auf jeden Fall zusammen mit der Familie. Auch hier wird wundervoll geschlemmt. Traditionell gibt es gefüllten Truthahn und als Dessert Lebkuchen, Plätzchen und Baumstammkuchen. Die Weihnachtsmahlzeit unterscheidet sich kaum von den klassischen Gerichten, die es in Amerika zu Thanksgiving gibt. Beide Feiertage liegen nah beieinander und sind die beiden größten Feste des Jahres. Allgemein ist die amerikanische Küche, vor allem was Desserts angeht, stark an die europäische angelehnt.


Melkam Genna – Äthiopien, Afrika

In Äthiopien wird Weihnachten gar nicht im Dezember gefeiert, sondern im Januar. Das liegt daran, dass man sich hier nach dem Julianischen Kalender richtet. Das bedeutet, dass Weihnachten erst am 7. Januar gefeiert wird. Alles beginnt dann mit dem traditionellen „Ganna“, einem Fastentag, nach dem ein großer Gottesdienst gefeiert wird. Danach ist es dann endlich so weit: Das große Festmahl beginnt. Serviert wird Gemüse, Sauerteigbrot (Injera), Eintöpfe und vieles mehr. Dazu wird ein selbstgebrautes Bier getrunken, das sogenannte „Tela“. Geschenke gibt es übrigens in Äthiopien an Weihnachten nicht, stattdessen wird zusammen gespielt. Ein richtiges Familienfest halt!


メリークリスマス – Japan

Weihnachten ist ein meist christliches Fest. In Japan sind jedoch nur 1% der Bewohner christlich. Um so verwunderlicher ist es, dass auch in Japan Weihnachten gefeiert wird. Als Vorbild haben sich die Japaner das amerikanische Weihnachtsfest genommen. Es wird aufwendig beleuchtet und Weihnachtssterne werden dekoriert. Die wenigsten Japaner dekorieren jedoch ihre Wohnung oder das Zuhause. Hauptsächlich die Geschäfte sind festlich geschmückt, so wird nämlich das Geschäft angekurbelt. Santa Claus, oder auch hier Santa Kurosu, ist allgegenwärtig. Wen wundert es da, dass auch in Japan die Kinder beschenkt werden. Die Geschenke liegen jedoch nicht unter einem Baum, denn die wenigsten Familien haben einen, sondern werden zwischen dem 23. und 26. Dezember von den Eltern übergeben. Wann genau ist von Familie zu Familie unterschiedlich. Ein traditionelles Weihnachtsessen gibt es ebenso nicht. Meistens wird Essen bestellt, besonders beliebt ist Fast Food. Deshalb bieten die Fast-Food-Ketten eine Vorbestellmöglichkeit bereits ab dem 1. Dezember an. Wer jedoch selbst kocht, serviert meistens Hühnchen.


с Рождеством – Russland

In Russland wird ebenfalls erst am 7. Januar Weihnachten gefeiert, das zweitgrößte Fest, direkt nach Ostern. Der Heilige Abend, der „сочельник“ am 6. Januar, beginnt mit einer Weihnachtsmesse mit Lichter-Prozession, die bis spätabends geht und sogar im Fernsehen übertragen wird. An diesem Tag endet auch die Weihnachts-Fastenzeit, die bereits am 28. November begonnen hat und sehr streng ist. Deshalb gibt es in Russland auch keine Advents- Schlemmerei. Geschenke gibt es an Weihnachten für die meisten russischen Kinder auch nicht, denn diese wurden bereits an Silvester übergeben. Das Festmahl findet dann schließlich am 7. Januar statt. Traditionell wird dann Rasstegai aus Fisch oder Fleisch, Bliny mit z.B. Kaviar, Sochivo, Kulebyaka und vieles mehr serviert.


linda navidad – Mexico

In Mexico beginnt das Fest bereits am 16. Dezember mit dem sogenannten „Posadas“, bei dem die Herbergssuche von Maria und Josef nachgestellt wird. Hierzu finden Umzüge, Feuerwerke und Aufführungen statt. Gefeiert wird zudem mit den bunten „Piniatas“ in Esel oder Sternform. Am 24. Dezember dann ist der Heilige Abend, der mit einer Nacht-Messe beginnt, die in einem Feuerwerk und Freudentänzen gipfelt. Anders als bei uns, ist Weihnachten in Mexico ein lautes, buntes und fröhliches Fest, mit Familie und Freunden, Musik, Tanz und natürlich viel Essen und Trinken. Geschenke für die Kinder gibt es jedoch erst am 6. Januar, da dort das Jesuskind von den heiligen drei Königen beschenkt wurde. Am Heiligen Abend wird dafür um so mehr geschlemmt. Es gibt traditionell „Ensalada de Noche Buena“, einen Weihnachtssalat in den Nationalfarben und eine Maismehl-Suppe in vielen verschiedene Variationen, mit Fleisch und leckeren Gewürzen, die „Pozole“.


Dies hier sind nur ein paar Traditionen von den vielen, die es weltweit gibt. Welche Tradition findet Ihr am schönsten? Kennt Ihr ein besonders Weihnachtessen aus einem weit entfernten Land? Lasst es uns wissen!


Zur Übersicht

HINWEIS: Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist die ieQ-systems mgk GmbH